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Kurzbeschreibung/Waschzettel




Das Buch des Wassers - Band-1

Wir schreiben das Jahr 1108 nach der offiziellen Zeitrechnung des Kaiserreichs Pajan. In dieser unruhigen Epoche, der Asagiri-Ära, Ringen die großen Clans in blutigen Kämpfen um die Macht. Fern von den Kriegsschauplätzen ist Okko, der Ronin ohne Herr, Anführer einer kleinen Gruppe von Dämonenjägern und durchstreift die entlegenen Winkel des Reiches. Er wird begleitet von Noburo, einem Hünen, der seine Identität hinter einer Maske verbirgt, und von dem Mönch Noshin, der nicht nur oft und gern dem Sake zuspricht, sondern der auch die Kräfte der Natur heraufzubeschwören weiß. Tikku, ein junger Fischer, wendet sich an Okko mit der Bitte, seine Schwester »Kleiner Karpfen« wiederzufinden, die von einer Horde Piraten entführt worden ist. Dieser Auftrag wird die vier Abenteurer viel weiter führen, als sie es sich jemals hätten ausmalen können...



Autorenportrait

Victor Hubinon - Hub




Victor Hubinon wurde 1924 in dem nahe Lüttich gelegenen Ort Angleur in Belgien geboren. In Lüttich besuchte er die Akademie der Schönen Künste, und schon während des Studiums konnte er erste Zeichnungen an lokale Zeitungen verkaufen. Während der letzten Kriegsjahre, Belgien war noch von deutschen Truppen besetzt, schlug sich Hubinon nach England durch, um dem belgischen Korps der Royal Navy beizutreten. Nach Kriegsende fand er eine Anstellung als Retuscheur bei der Zeitung »La Mause«, kurze Zeit später leitete er auch die zur Zeitung gehörende Druckerei.

1946 lernte Hubinon den gleichaltrigen Jean-Michel Charlier kennen, der damals bereits als Szenarist für das Magazin »Spirou« tätig war. Seit 1947 zeichnete Hubinon nach Charliers Szenarios den Flieger-Comic »Buck Danny« für »Spirou«. Sowohl das Szenario als auch die Zeichnungen waren stark von den Arbeiten Milton Caniffs beeinflusst; obwohl »Buck Danny« koloriert wurde, konnten Hubinons Zeichnungen auch ohne die Farben bestehen. Wie Charlier hatte auch Hubinon in der Zeit vor 1951 einen Flugschein gemacht, was der Gestaltung seiner Flieger-Serie natürlich zugute kam. »Buck Danny« lief in »Spirou« bis zu Hubinons Tod im Jahre 1979 und wurde in 40 Alben nachgedruckt. Seit 1983 zeichnet Francis Bergèse neue Folgen der Serie, die seit 1994 von de Douhet getextet werden. Seit 1950 zeichnete Hubinon außerdem für »La Libre Junior« drei Episoden lang »Tiger Joe«. Die Szenarios stammten wiederum aus der Feder von Charlier, der auch Hubinons dritten und letzten Comic schreiben sollte: 1959 gehörten die beiden zur Startmannschaft des neugegründeten Magazins »Pilote«, für dessen erste Ausgabe sie »Der Rote Korsar« schufen. Diese Serie zeichnete Hubinon bis zum achtzehnten Abenteuer des Piraten (1969). Danach widmete er sich bis zu seinem frühen Tod wieder ganz »Buck Danny«.


Fazit

Eigentlich hat dieses Comic auf den ersten Blick nicht viel mit der Thematik meiner Seite zu tun. Okko ist aber einer dieser Werke, die bei einen die Begeisterung für eine andere Kultur wecken, so wie z.B. Tausend und eine Nacht uns den Orient schmackhaft macht, passiert genau das selbe hier in dem Victor Hubinon ein märchenhaftes Bild, voller Mythen, der asiatischen Welt zeichnet. Das entscheidende ist das es eben von der Sicht eines Europäers passiert, denn dieser malt uns ein Bild einer Welt voller Magie, Geheimnissen und Schönheit, so wie wir aus Europa uns Asien „gerne“ vorstellen. Ähnlich wie Karl Mei das eben in seinen Geschichten gemacht hat, mit Ländern die er niemals bereist hatte.

Das interessante an den Konzept ist aber das die ganze Geschichte in einer fiktiven Welt spielt. Diese Welt ist sehr den feudalen Japan nach empfunden, aber auch einige chinesische Einflüsse sind zu finden. Das praktische daran ist, dass es den Autor viele Freiheiten gibt und den Leser Spass macht eine neue Welt zu entdecken. Trotz alle dem vermittelt der Autor einen einiges über die Kultur und den Glauben, mit korrekten Begriffen versucht er auch einen ein wenig Einblick in eine andere wirklich vorhandene Welt zu verschaffen. Wie bei Victor Hubinon typisch bringt er sein eigens Wissen zu der Thematik sehr gut mit ein, um einen jungen Puplikum neben den schillernden Abenteurer auch was bei zu bringen. Allein das macht eben oft den Reiz frankobelgischer Comics aus.

Trotzdem schwankt das Comic zwischen Jugendcomic und Erwachsenencomic, da es stellen weise sehr brutal ist. Für Kinder ist das ganze nichts, auch wenn es auf den ersten Blick so scheinen mag.

Im Fokus der Geschichte, liegt die Denkweise eines vollendeten Kriegers. Angenehm ist das wir von Anfang an die Geschichte eines abgebrühten Ronin verfolgen, „Okko“. Hier wird nicht eine lange Geschichte drum herum erzählt wie er zu einen reifen Krieger wurde, sondern uns wird einfach eine Geschichte von eine erfahrenen Mann erzählt, der schon diverse Abenteuer hinter sich hat. Auch seine Kumpanen sind von Charakterdesign sehr schön ausgearbeitet und sorgen für Vielfalt in der Geschichte. Hier haben wir den etwas älteren und stets betrunkenen Mönch, der für gute Stimmung in der Truppe sorgt und einen Kami der mit seiner gewaltigen Kraft und seiner aufbrausenden Art für die nötige Action sorgt.

Der einzige Charakter der in dieser Welt noch seinen Platz finden muss ist der kleine Fischerjunge Tikku. Hier weiß man aber ein wenig wie er sich am Ende entwickeln wird, denn er erzählt schließlich als älterer Erwachsener aus den Off die Geschichte unser Reisenden.

Der Reiz in der Geschichte liegt praktisch in dem gerade zu bestehenden Abenteurer, die unsere Gruppe zu bestehen hat.

Die Zeichnung mag auf den ersten Blick nicht wirklich spektakulär wirken. Das täuscht aber. Sie ist sehr detailverliebt und ist hauptsächlich so ausgelegt das sie eine bestimmte Atmosphäre erzeugt. Das ganze wirkt sehr dynamisch, aber trotzdem bei näherer Betrachtung wunderschön. Die Colorierung trägt sehr viel zur wundervollen Illustration bei. Besonders wenn z.B. die typisch rote Sonne über den Meer untergeht und die Landschaft in ein traumhaft asiatisches Panorama taucht, was einen sehr an die Landschaft von Yangtze Fluss in China erinnert.

Im großen und ganzen haben wir hier ein wirklich farbenprächtiges, wie vielseitiges Werk mit einen ganz besonderen Flair. Ein Comic für alle Asien-Interessierten und Fantasy-Liebhaber.





Quellenangaben:
Kurzbeschreibung/Waschzettel und Autorenportrait von Carlsen Verlag


Buchtitel: Okko
Autor: Victor Hubinon - Hub
Verlag: Carlsen Comics
Jahr: 2006
Seiten: 96
ISBN: 3-551-76795-5


Besucher-Wertung
Note: 5 - Votes: 5





Geschichte



Schreibstil



Zeichnung



Layout



Illustration





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Published: 02.12.2006
Französisches Cover

















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